Klettersteigführungen auf die Alpspitze

Tourenbeschreibung zum Klettersteig auf die Alpspitze

Die Alpspitz Ferrata ist ein absoluter Klassiker unter den leichten Klettersteigen in den bayrischen Alpen. Bereits wenn man von Norden nach Garmisch-Partenkirchen hineinfährt, sticht jedem Bergsteiger die wunderschöne, formschöne Ostflanke der Alpspitze mit ihren 2628m ins Auge. Man mag es im ersten Moment erst gar nicht glauben, dass sich ein derart schöner und mit einer Schwierigkeit von B nach der Klettersteigskala relativ einfacher Klettersteig durch die abweisende und steile Nordwand der Alpspitze zieht.

Am Parkplatz der Osterfelderbahn – manche nennen sie auch Alpspitzbahn – angekommen, gilt es vor der Fahrt mit der Seilbahn noch einmal die Ausrüstung zu kontrollieren. Neben dem Helm, Klettergurt und Klettersteigset sollte auch wetterfeste und wärmende Bergbekleidung sowie ausreichend Verpflegung nicht fehlen. Nach der ca 10-minütigen Seilbahnfahrt erreicht man auf dem Wanderweg in Richtung Nordwandsteig den Einstieg der Via Ferrata auf die Alpspitze. Hier heißt es dann Ausrüstung anlegen und auf in die ersten steilen Passagen des Klettersteiges.

Es folgt eine steile Platte mit vielen Drahtklammern und schließlich gelangt man in eine Scharte mit „Wandbuch“, die einen wunderschönen Blick ins Höllental erlaubt. Wenn es hier nicht windig ist, lädt dieser Ort gerade zu ein zu einer kurzen Trinkpause. Hier legt sich das Gelände etwas zurück und der Klettersteig wird etwas leichter mit vielen Gehpassagen (A). Man steigt steig weiter bergan und bewegt sich stets in Schwierigkeiten Kategorien A, A/B und manchmal auch kurze Stellen B. Gerade im Sommer bei viel Betrieb sollte man hier auf Steinschlag achten. Nach einer weiteren guten Stunde erreichen wir einen Gratrücken, der uns beeindruckende Blicke ins Höllental, auf die Zugspitze und den zackigen Jubiläumsgrat schenkt.

Allzu weit ist es jetzt nicht mehr. Dennoch müssen wir weiter konzentriert sein, denn das Gelände ist hier zwar stets gut gesichert, aber dennoch auch sehr ausgesetzt. Einen kurzen Blick können wir nun zwischendurch schon auf das Gipfelkreuz erhaschen, doch es liegen noch ettliche Drahstifte und viele Meter Drahtseil zwischen uns und dem Gipfel. Der Weg macht noch einmal einen scharfen Linksknick und steigt dann stetig weiter bergan. Dann haben wir es geschafft. Wir stehen auf dem Wahrzeichen Garmisch-Partenkirchens – der Alpspitze!

Wenn das Wetter schön ist und keine Sommergewitter drohen, sollte man den 360-Grad-Panoramablick auf der Alpspitze wirklich ausgiebig genießen. Nicht nur Garmisch liegt uns zu Füßen, wir können auch nahezu alle namhaften Berge des Wetterstein-Gebirges sehen. Partenkirchener Dreitorspitze, Schüsselkarspitze, Scharnitzspitze, Hoher Gaif, Hochblassen, Jubiläumsgrat mit der Vollkarspitze und den drei Höllentalspitzen, den Waxenstein, die beiden Wanderberge Kramer und Wank und natürlich nicht zuletzt den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze. Das sollte man wirklich auskosten, bevor man sich an den Abstieg macht.

Dieser hat es auch noch einmal in sich und sollte sowohl hinsichtlich der Dauer wie auch bezüglich der Schwierigkeiten nicht unterschätzt werden. Wir gehen zunächst vorsichtig und langsam in kleinen Rinnen über die breite, schottrige Ostschulter der Alpspitze bergab. Diese wird nun immer schmäler und schließt sich dann in einen Grat über welchen wir – drahtseilversichert – weiter ins Oberkar absteigen. Wir queren dieses und gelangen schließlich über Leitern zum Nordwandsteig. Wer hier noch genügend Zeitreserveren und Motivation hat, kann noch einen kurzen Abstecher zum Bernadeienkopf machen. Ansonsten geht es über den versicherten Nordwandsteig wieder zurück in Richtung Bergstation der Osterfelderbahn.

Der Weg dorthin ist stets ausgesetzt und erfordert in jedem Fall noch einmal Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Doch auch hier sind die kritischen Stellen mit Drahtseilen und Stiften im Fels versichert. Kurz bevor man wieder am Einstieg der Alpspitz Ferrata vorbeikommt, wird es noch einmal dunkel. Es müssen zwei Tunnels durchquert werden, die zwischendurch noch einmal einen atemberaubenden Blick ins Tal erlauben.

Nach weiteren 20 Minuten hat man es geschafft. Man ist wieder an der Bahn angekommen und kann durchaus etwas stolz sein auf das Geleistete. Im Restaurant Alpspitze sollte man daher in jedem Fall ein Weißbier auf den Gipfelerfolg trinken und auch die Curry-Wurst mit Pommes von Andrew und seinem Team, kann man wärmstens empfehlen. Ein wunderschöner Tag in den Bergen neigt sich dem Ende zu und wir sind uns sicher, dass sich bereits hier der eine oder die andere erste Gedanken über seinen nächsten Klettersteig macht.

Schwierigkeiten am Klettersteig an der Alpspitze

Mittelschwerer Klettersteig, der dennoch nicht zu unterschätzen ist

Die Alpspitz Ferrata ist mit der Schwierigkeit B in der Klettersteigskala ein vergleichsweise leichter bis mittelschwerer Klettersteig. Da die Bewertung B tatsächlich nur an wenigen Stellen im Klettersteig auftritt und man sich die meiste Zeit in einfacherem Gelände (A bzw. A/B) bewegt, ist der Klettersteig auf die Alpspitze durchaus eine Tour, die als Einstieg in das Klettersteiggehen in Betracht gezogen werden kann.

Es gibt dennoch einige Punkte, die es zu berücksichtigen gilt und die den Begriff „leichter Klettersteig“ wieder etwas relativieren. Hierunter zählt zum einen die Höhe, in der man sich bewegt. Da man sich durchweg in einem Gelände oberhalb der 2000-Meter-Grenze bewegt, kann dies für viele Menschen, welche die Höhe nicht gewohnt sind, durchaus dazu führen, dass einem alles etwas anstrengender vorkommt und die Kräfte schneller schwinden als im Tal. Darüber hinaus hat diese Höhe auch zur Folge, dass das Wetter und die Temperaturen mitunter extremer sein können, als im Tal. Auch im Sommer ist hier an einem schlechten Tag einmal Schneefall möglich und während es im Tal gemütliche, sonnige 20 Grad Plus hat, kann der Wind und die Kälte an der Alpspitze schon einmal eine warme Jacke erforderlich machen. Auch dies sollte unbedingt mit einkalkuliert werden. Besondere Gefahr geht im Sommer auch von den teilweise unwetterartigen Gewittern mit heftigen Blitzschlägen aus. Da man sich die ganze Zeit in einem Gelände mit sehr viel Metall befindet, ist dies bei Gewitter absolut lebensgefährlich.

Zu den bereits genannten Punkten und alpinen Gefahren ist auch ein gewisser Orientierungssinn – gerade im Abstieg – notwendig. Immer wieder kommen Bergsteiger und Klettersteiggeher vom Weg ab und müssen im steilen, weglosen Gelände die Rettung alarmieren. Hier hilft nur eine sorgfältige Tourenplanung und Ortskenntnis bzw. die Führung durch einen lokalen Bergführer weiter.

Auch wenn dies häufig nicht so wahrgenommen wird, so stellt schlichtweg die Masse an Leuten, die sich an einem Sommerwochenende auf die Alpspitze bewegen, eine nicht unerhebliche Schwierigkeit dar. Durch die teilweise langen Wartezeiten innerhalb des Klettersteiges ist der Zeitplan für die Tour oftmals kaum einzuhalten. Man verpasst dann die letzte Talfahrt oder gerät gar in die Dunkelheit. Darüber hinaus sind leider auch einige Klettersteiggeher recht unachtsam und treten Steine los, welche dann zu einer großen Gefahr für die darunter gehenden Leute werden. Daher ist für die Tour ein Helm absolute Pflicht.

Alle diese Punkte machen den vermeintlich einfachen Klettersteig auf die Alpspitze zu einer doch nicht ganz unbeachtlichen alpinen Tour, die gänzlich unerfahrene Leute tatsächlich nur mit einer Alpinschule bzw. einem Bergführer machen sollten. In jedem Fall ist die richtige Ausrüstung, eine gute Portion Kondition sowie absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit notwendig um die Alpspitze sicher besteigen zu können.

Klettersteigführung Alpspitze mit Bergführer
Klettersteig Alpspitze Schwierigkeiten
Klettersteig Via Ferrata Alpsitze mit Bergführer

Länge & Gehzeiten auf die Alpspitze

Viele Wege führen auf das Wahrzeichen Garmisch-Partenkirchens – die Alpspitze!

Die meisten Bergsteiger nehmen die Alpspitzbahn auf den Osterfelderkopf, um frisch in den Klettersteig einsteigen zu können. Aufgrund der Beliebtheit der Alpspitz Ferrata empfehlen wir, die erste Bahn zu nehmen, um früh am Steig zu sein und dabei genügend zeitlichen Spielraum für unvorhergesehene Ereignisse im Laufe des Tages zu haben.

Möchte man die Alpspitze ohne Bergbahn-Unterstützung erklimmen und im Tal starten, muss man sich – je nach gewählter Aufstiegsroute – auf gut 7 bis hin zu 13 Kilometer und rund 1.300 Höhenmeter Aufstieg bis zum Osterfelderkopf einstellen. Ob man vom berühmten Skistadion in Partenkirchen, vom Hausberg- oder Kreuzeckparkplatz in Garmisch oder auch von Hammersbach bei Grainau aus starten möchte, eine sehr gute Kondition ist Pflicht.
Man sollte auf jeden Fall zeitig – wir empfehlen 05:00 Uhr morgens – losgehen und mindestens 3 bis 4 Stunden für den Aufstieg bis zum Osterfelderkopf einplanen. Dort bzw. an der Bergstation der Alpspitzbahn angekommen, braucht man noch genügend Kraft für den dann folgenden eigentlichen Aufstieg zur Alpspitze mit seinen weiteren gut 650 Höhenmetern.

Von der Bergstation der Alpspitzbahn folgt man dem Pfad Richtung Alpspitz-Ferrata/Nordwandsteig. Nach knapp 20 Minuten und gut 130 Höhenmetern zweigt kurz vor dem Nordwandsteig rechts der Einstieg in die Alpspitz-Ferrata ab.
Der Steig selbst zählt aufgrund seiner sehr guten Versicherung zu den leichteren Klettersteigen (Kategorie A/B), sollte aber aufgrund der Länge und der wenigen reinen Gehpassagen nicht unterschätzt werden. Im Frühjahr kann im schattigen Nordwandbereich oft noch Schnee liegen und den Aufstieg verlangsamen.
Stabile Wetterverhältnisse sind daher eine wichtige Voraussetzung für den Einstieg in den Klettersteig, da sich die Tour bei plötzlich einsetzendem Regen oder auch Schnee und den dann rutschigen Verhältnissen deutlich in die Länge ziehen kann.
Für die gut 530 Höhenmeter des Klettersteiges sollte man – abhängig vom persönlichen Fitnesslevel und den vorherrschenden Bedingungen – mit zwei bis drei Stunden rechnen. Dazu ist es wichtig, sich einen genügend großen Spielraum einzuplanen, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Ist der Gipfel der Alpspitze mit seinen 2628m erst erreicht, hat man sich definitiv eine großzügige Pause verdient, um das atemberaubende und weitschweifende Panorama über die faszinierende Bergwelt des Werdenfelser Voralpenlandes zu genießen.

Für den Abstieg kann man wieder unter mehreren Möglichkeiten wählen, wobei wir den Abstieg über die Ferrata aufgrund der teilweise doch recht hohen Frequentierung nicht empfehlen.
Vielmehr ergibt sich mit dem Abstieg über den Ostgrat ins Oberkar und über den Nordwandsteig (Kategorie A/B) zurück zur Alpspitzbahn-Bergstation ein idealer Rundweg, der auch landschaftlich für Abwechslung sorgt und nun deutlich höhere Gehanteile aufweist. Für diesen Abstieg sollte man mit 2-3 Stunden rechnen.

Möchte man lieber noch etwas sportlicher absteigen, kann man auch den Klettersteig über die Schöngänge wählen, danach Richtung Kreuzeck wandern und von hier mit der Kreuzeckbahn oder weiter per pedes ins Tal gelangen (ca. 3-4 Std. bis Kreuzeck).

Wanderfreudige können sich nach dem Oberkar auch am Bernadeinkopf vorbei Richtung Gassental wenden und von dort beispielsweise über das Reintal oder auch über den Bernadeinsteig und das Kreuzeck wieder nach Garmisch-Partenkirchen marschieren. Beide Varianten sind landschaftlich wunderschön, jedoch wiederum sehr lang und daher nur ausdauerstarken Wanderern zu empfehlen (5-7 Std.).

Eine beliebte aber ebenfalls sehr langwierige Variante führt über das Matheisenkar ( Klettersteig B/C) ins Höllental zur Höllentalanger Hütte und von dort durch die Höllentalklamm zurück nach Hammersbach (4-5 Std.).

Perfekter Ausblick vom Klettersteig an der Alpspitze
Gipfelkreuz der Alpspitze

Anforderungen auf der Via Ferrata

Gute Kondition alleine reicht leider nicht für die Alpspitze!

Klettersteig Alpspitze
Klettersteig Alpspitze
Klettersteigführung Alpspitze - Schuhwerk
Felsen am Klettersteig der Alpspitze

Solltest Du die Alpspitze mit Bergbahnunterstützung besteigen wollen und an der Bergstation der Alpspitzbahn starten, benötigst Du eine gute Kondition für ca. 3-4 Stunden im Aufstieg und 2-3 Stunden im Abstieg. Dies betrifft die von uns bevorzugte Variante mit dem Abstieg über den Ostgrat ins Oberkar und den Nordwandsteig zurück zur Alpspitzbahn. Die anderen Varianten sind wie unter dem Punkt „Länge & Gehzeit“ beschrieben durchaus länger und erfordern daher auch 3-7 Stunden Kondition im Abstieg.

Möchtest Du die Alpspitze ohne Bergbahnunterstützung auch im Aufstieg bezwingen, musst Du über eine sehr gute Kondition verfügen, da Dir nicht nur rund 2.000 Höhenmeter bevorstehen, sondern je nach Aufstiegsvariante auch 7-13 Kilometer.

Für welchen Aufstieg Du Dich auch entscheidest, spätestens im Klettersteig benötigst Du neben der körperlich guten Verfassung auch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit, um die teils recht steilen und ausgesetzten Passagen ohne Probleme zu bewältigen.

Wie bereits erwähnt, führt der Klettersteig teilweise durch schrofiges Gelände und ist daher durchsetzt mit Geröll und losem Gestein. Nicht nur für die eigene Sicherheit sollte man daher unbedingt darauf achten, seine Tritte sicher zu setzen und keinen Steinschlag auszulösen. Dieser kann in der Via Ferrata schnell lebensgefährlich werden und die unter einem aufsteigenden Bergsteiger bedrohen. Neben der Schwindelfreiheit gehört also vor allem die absolute Trittsicherheit zu den Eigenschaften, die man als Bergsteiger mitbringen sollte, wenn man die Alpspitze sicher für sich andere besteigen möchte.

Ausrüstung für den Klettersteig an der Alpspitze

Ausrüstung für die Besteigung der Alpspitze

Mitentscheidend über den Verlauf einer Bergwanderung und den Spaß im Klettersteig ist auch die korrekte und funktionale Ausrüstung. Hierzu sollte besondere Aufmerksamkeit auf die Bergschuhe gelegt werden, die neben Ihrer guten und idealerweise eingelaufenen Passform auch nicht zu alt sein dürfen. Wir empfehlen, zumindest die Sohlen alle 6-8 Jahre zu wechseln , um dem Problem sich plötzlich ablösender Sohlen (Hydrolyse) zu entgehen. Die Bergschuhe sollten über den Knöchel reichen und aus den Kategorien B, BC oder C stammen.
Passende Wandersocken sind fast genauso wichtig und werden oft unterschätzt. Der Socken muss in der Lage sein, Tritte zu dämpfen, Feuchtigkeit abzutransportieren sowie Fuß, Knöchel & Zehen vor Verletzungen zu schützen. Neben der Polsterung von Ferse, Ballen, Zehen & Knöchel – den beim Wandern am meisten beanspruchten Stellen – muss er auch bequem und faltenfrei sitzen, um das Risiko von Reibung und Blasenbildung zu minimieren.
Eine robuste Kletter- bzw. Wanderhose – im Idealfall mit abzipbaren Beinen – sowie funktionale Oberbekleidung, die für guten Feuchtigkeitstransport und somit Wohlfühlklima sorgt, bildet die ideale Wanderbekleidung.
Abgerundet wird Ihre Ausrüstung am Körper durch eine geeignete Kopfbedeckung als Sonnenschutz.

Natürlich sollte ein leichter Rucksack auf der Tour zur Alpspitze nicht fehlen.
30 Liter Fassungsvermögen darf er schon mitbringen, um die wichtigsten Utensilien bequem verstauen zu können. Für die Besteigung der Alpspitze sollte man definitiv Wechselklamotten wie z.B. ein kurzes & langes Shirt, eine Hose sowie Socken einpacken, da die Tour durchaus eine sehr schweißtreibende Angelegenheit sein kann. Darüber hinaus ist es ratsam, sich auch für plötzliche Wetterumbrüche zu wappnen und neben einer wind- und wasserdichten Jacke einen Pullover oder Fleece, eine Mütze sowie dünne Handschuhe mitzuführen. Auch Klettersteighandschuhe sind eine gute Idee, um die Hände im Klettersteig vor Verletzungen zu schützen und die Griffigkeit zu erhöhen.
Wer möchte, kann im Rucksack zusätzlich noch ein Paar leichtere Zustiegsschuhe für den Abstieg mitführen.

Der wichtigste Ausrüstungsgegenstand für die Besteigung der Alpspitze ist jedoch das passende Klettersteigset inkl. Gurt & Helm. Die sehr hohe Sicherungsdichte und gegenüber anderen Klettersteigen vergleichsweise geringe Schwierigkeit der Ferrata verleitet erfahrene Bergsteiger leicht dazu, ohne Sicherungsausrüstung in die Wand zu steigen. Selbstverständlich muss jeder für sich selbst die richtige Risikoeinschätzung vornehmen, wir empfehlen aber grundsätzlich das Mitführen und Verwenden von Klettersteigset, Gurt und Helm. Die nicht zu unterschätzenden Gefahren von Steinschlag, der in der Ferrata recht häufig vorkommt, machen aus unserer Sicht einen Kletterhelm unverzichtbar. Auch ein Klettersteigset inkl. Gurt kann in dem viel begangenen Steig Leben retten, da man auch ohne eigenes Verschulden – z.B. durch andere Bergsteiger – aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Ein Sturz in der Ferrata kann fatale Folgen haben, daher lautet das Motto „lieber einmal zuviel einhängen“.

Schlussendlich sollte im Rucksack noch genügend Platz für ein Erste-Hilfe-Set, eventuelle persönliche Medikamente, Blasenpflaster , Sonnenbrille und Sonnencreme (mind. LSF 20) sein. Eine zünftige Brotzeit, Müsliriegel für zwischendurch sowie ausreichend Getränke – wir empfehlen 2-3 Liter – komplettieren das Gepäck.
Ein Smartphone dient sowohl dem schnellen Hilferuf als auch dem Festhalten der beeindruckenden Erlebnisse während Deiner Alpspitz-Tour.

Wer die Klettersteigführung auf die Alpspitze bei uns bucht, erhält rechtzeitig vor der Tour eine Ausrüstungscheckliste, mit der man bequem seine Ausrüstung auf Vollständigkeit überprüfen kann.

Klettersteigset Alpspitze
Ausrüstungscheck an der Alpspitze
Klettersteigset Ausrüstung Alpspitze Garmisch Klettersteig
Klettergurt und Helm für Klettersteig Alpspitze
Klettersteigausrüstung für Alpspitze

Beste Jahresezeit zur Besteigung der Alpspitze

Die Verhältnisse an der Alpspitze varriieren stark zu den unterschiedlichen Jahreszeiten

Klettersteigführung Alpspitze mit Bergführer
Klettersteig an der Alpspitze im Herbst
Klettersteig Alpspitze im Winter

Die Monate Juni, Juli, August, September und Oktober sind für eine schneefreie Besteigung am besten geeignet.
Natürlich kann es auch in dieser Jahreszeit stark abkühlen und zu spontanen Schneefällen kommen, aber die Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering. Trotzdem sollte man sich im Vorfeld einer stabilen Wetterlage versichern und den Klettersteig nur bei guten – idealerweise niederschlagsfreien – Verhältnissen in Angriff nehmen.
Dennoch kann der Klettersteig auch ganzjährig bestiegen werden, was die immer größere Zahl an Winterbesteigungen -mit und ohne Ski – beweist.
Die Bedingungen und Verhältnisse am Klettersteig sind je nach Schneelage aber ungleich schwieriger und daher nur für erfahrene Bergsteiger und Skitourengeher zu empfehlen. Ein Gipfelerfolg kann nicht immer sichergestellt werden, da die Lawinensituation genau begutachtet werden und man daher über sehr gutes lawinenkundliches Beurteilungsvermögen verfügen muss.

Solltest Du Interesse an einer Winterbesteigung oder Skitour auf die Alpspitze haben, stellen wir Dir gerne einen staatlich geprüften Bergführer zur Seite, der Dir dieses unvergessliche Bergerlebnis ermöglicht.

Bergbahnen & Hütten an der Alpspitze

Stützpünkte und Seilbahnen, die dir bei der Besteigung der Alpspitze helfen

Mit der Osterfelderbahn zum Klettersteig der Alpspitze
Osterfelderbahn Restaurant Alpspitze
Der Alpspix am Osterfelderkopf mit Blick ins Höllental

Die bereits mehrfach erwähnte Alpspitzbahn ist die einfachste Möglichkeit, bequem den Einstieg in die Alpspitz Ferrata zu erreichen. Zugleich lädt einen direkt in der Bergstation der Alpspitzbahn das Restaurant Alpspitze auf eine Stärkung vor dem Aufstieg ein. Nach erfolgreicher Besteigung der Alpspitze kann man ideal auf der Sonnenterasse des Restaurants entspannen und die Highlights der Tour Revue passieren lassen.

Wer sich am kühlen Morgen erst ordentlich warmlaufen möchte, kann im Tal die direkt neben der Alpspitzbahn liegende Kreuzeckbahn nutzen, welche den Wanderer auf das Kreuzeck bringt, von wo aus man noch gut 3 Kilometer und 350 Höhenmeter zum Osterfelderkopf zurücklegen muss.
Denkbar wäre auch die Hausbergbahn auf den Hausberg, von wo aus man aber noch mit gut 6 km und knapp 700 Höhenmetern rechnen sollte, bevor der Zustieg zur Ferrata erreicht ist. Beide Bahnen eignen sich daher besser für den Abstieg, falls man die Tour nach hinten etwas verlängern möchte.

In direkter Nähe der Hausbergbahn laden das Garmischer Haus und ein paar Gehminuten entfernt das Bayernhaus zur Einkehr ein. In der Nähe der Kreuzeckbahn hat der Wanderer gleich drei Hütten zur Auswahl. Ob das altehrwürdige auf dem Kreuzeck thronende Kreuzeckhaus, die 2015 neu aber dennoch urig errichtete Kreuzalm oder das etwas versteckt aber umso malerischer liegende Kreuzjochhaus, alle Hütten im Gebiet sind definitiv einen Besuch wert. Nicht zu vergessen ist in diesem Zuge auch die zwischen Kreuzeck und Osterfelderkopf liegende Hochalm, welche über die breite Forststraße gut zu erreichen ist.

Somit dürfte für jeden Geschmack und jede Auf- bzw. Abstiegsvariante die passende Einkehr dabei sein und einem unvergesslichen Tag in der faszinierenden Bergwelt des Wettersteins nichts im Wege stehen.

Kartenausschnitt vom Klettersteig an der Alpspitze

Über die Via Ferrata die Alpspitze besteigen!

Besteige die Alpspitze über den Klettersteig mit einem lokalen Bergführer-Profi aus Garmisch! Um alle Termine der Alpinschule Garmisch für die Klettersteigführungen auf die Alpspitze einsehen und direkt buchen zu können, klicke einfach auf den Buchen-Button.

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